Wie du unterstützen kannst

Der Klimawandel verändert das Leben vieler Menschen. Dürren, Überschwemmungen oder Ernteausfälle zerstören Lebensgrundlagen und zwingen Menschen zur Flucht.
Doch diese Fälle werden selten erkannt oder dokumentiert.

Wenn du mit Geflüchteten arbeitest, kannst du helfen:
Indem du prüfst, ob der Klimawandel bei der Flucht eine Rolle gespielt hat.

Jeder dokumentierte Fall hilft, auf das Thema aufmerksam zu machen und den Schutz für Betroffene zu verbessern.

Methode zur Fallidentifizierung

Die Identifizierung möglicher Fälle erfolgt in zwei Schritte und dafür haben wir diese zwei Tools entwickelt:

Factsheets

sie helfen zu prüfen, ob eine schutzsuchende Person aus einer klimabetroffenen Region stammt.

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Fragebogen

er hilft, im Gespräch mit einer Person herauszufinden, ob die Flucht oder Migration im direkten oder indirekten Zusammenhang zum Klimawandel stand.

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Fallidentifizierung

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Prüfen

Kommt die Person aus einem der betroffenen Länder oder Regionen?

Gibt es Hinweise auf Naturkatastrophen oder klimatische Veränderungen in der Zeit vor der Flucht?

2. Einschätzen

Vergleiche die Angaben mit den Factsheets.

Wenn Ort und Zeitraum passen, kann es sich um einen möglichen klimabedingten Fall handeln.

3. Aufnehmen oder an uns verweisen

Fuhre das Gespräch mit Hilfe des Fragenbogens und mach davon eine Aufnahme, Oder schick uns eine Email an: alshibli@koelner-fluechtlingsrat.de und wir werden das Interview selbst führen.

8 Factsheets

Die Factsheets geben einen schnellen Überblick über acht Hauptherkunftsländer (z. B. Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia, Guinea), die stark vom Klimawandel betroffen sind.
Sie enthalten:

Karten und Statistiken

zu Dürre, Überschwemmungen und anderen Katastrophen, sowie die Anzahl der Binnenvertriebenen aufgrund klimatischer Ursachen.

Zeiträume

in denen viele Menschen fliehen mussten

„Key Facts“

zu Klima, Wirtschaft, Anpassungsfähigkeit und Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen

Daten aus anerkannten Quellen

und Internationale Rankings wie IDMC, ND-GAIN Index, UE oder ReliefWeb für weitere Informationen.

Ziel:
Prüfen, ob eine schutzsuchende Person aus einer klimatisch betroffenen Land und Region stammt.

Somalia

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Äthiopien

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Afghanistan

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Guinea

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Pakistan

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Syrien

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So nutzt du sie

Wenn du mit einer geflüchtete oder migrantische Person arbeitest, schau zuerst, ob sie aus einem klimawandelbetroffenen Länder oder einer betroffenen Region stammt. Vergleiche dann, ob das Jahr der Flucht mit einem der in den Factsheets genannten Katastrophenjahre übereinstimmt. Wenn ja, kann das ein Hinweis auf klimabedingte Gründe sein, und kann man mit dem zweiten Schritt machen: Der Fragebogen.

WICHTIGE HINWEISE!
Weitere mögliche Indikatoren:

Achten Sie darauf, ob in Gesprächen mit Geflüchtete oder Migrantinnen Themen wie Verarmung, Verlust der Lebensgrundlage, Arbeit oder Leben auf dem Land, Landwirtschaft, Verlust der Möglichkeit der Tierhaltung, eingeschränkter Zugang zu natürlichen Ressourcen, Verlust der Wohnung, oder zahlreiche Wohnungswechsel erwähnt werden.

Nicht nur diese Länder sind wichtig für die Dokumentationsstelle. wenn in Fällen von Personen aus anderen Ländern ähnliche Themen wie die oben genannten erwähnt werden, dies kann ebenfalls auf einen möglichen Fall von klimabedingter Migration hindeuten und es daher wichtig, diesen zu identifizieren.

Interview

Fragebogen

Der Fragebogen dient dazu, zu erkennen, ob der Klimawandel bei der Fluchtentscheidung eine Rolle gespielt hat. Das Ziel ist die Ermittlung eines möglichen direkten oder indirekten Zusammenhangs zwischen Klimawandel und Fluchtgründe.

Der Fragebogen enthält Fragen zu:

Herkunftsregion, Lebenssituation und wirtschaftlichem Hintergrund

klimatischen Veränderungen im Herkunftsland

persönlichen Fluchtgründen und Erfahrungen

Anwendung des Fragebogens – Hinweise zur Durchführung

Beginnen Sie das Interview mit der Erfassung der Folgende Grundinformationen:

  • Herkunftsland
  • Alter
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Anzahl Kinder
  • Höchster Bildungsabschluss
  • In Herkunftsland ausgeübter Beruf

Dann gehen Sie die Fragen des Formulars der Reihe nach durch.

Falls eine Frage nicht sofort verstanden wird, können Sie sie in einfacheren Worten wiederholen, andere Begriffe verwenden oder ein Beispiel nennen.

Wenn Sprachbarrieren bestehen, kann die Unterstützung einer Dolmetscherin oder eines Dolmetschers hilfreich sein.

Download Fragebogen

Tipps für das Interview

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Anonymität und Datenschutz

Erklären Sie zu Beginn, dass das Interview anonym ist.
Es werden keine Namen oder persönlichen Daten erhoben.
Wichtig sind nur die Fluchtgründe und Lebensumstände der Person.
Die Informationen werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Begriffe erklären

Gehen Sie kurz auf zentrale Begriffe ein, zum Beispiel:

Was bedeutet Klimawandel?

Was verstehen wir unter Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmung oder steigender Meeresspiegel?

Einverständnis

Holen Sie vor Beginn die ausdrückliche Zustimmung der Person ein.
Nutzen Sie dafür das DSGVO-Formular und lassen Sie es unterschreiben.

Wichtiger Hinweis

Erklären Sie, dass das Interview keinen Einfluss auf das Asylverfahren oder den Aufenthaltsstatus hat.

Sensible Gesprächsführung

Sprechen Sie respektvoll über schwierige Themen und fragen Sie nicht zu detailliert nach, wenn die Person sich unwohl fühlt.
Weisen Sie immer wieder darauf hin, dass sie jederzeit eine Pause machen oder das Gespräch beenden kann.

Dauer

Planen Sie etwa 20 bis 30 Minuten für das Interview ein.

Flexibilität

Nutzen Sie den Fragebogen als Leitfaden, aber lassen Sie Raum für persönliche Erzählungen.
Wenn die Person von sich aus wichtige Punkte anspricht, gehen Sie darauf ein, auch wenn Sie dafür vorübergehend vom Leitfaden abweichen.

Formular

Hier bitte die entsprechenden Daten eintragen

Angaben Sender:in

Vielen Dank!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Interview

Tipps für das Interview

Anonymität und Datenschutz

Erklären Sie zu Beginn, dass das Interview anonym ist.
Es werden keine Namen oder persönlichen Daten erhoben.
Wichtig sind nur die Fluchtgründe und Lebensumstände der Person.
Die Informationen werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Begriffe
erklären

Gehen Sie kurz auf zentrale Begriffe ein, zum Beispiel:
Was bedeutet Klimawandel? Was verstehen wir unter Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmung oder steigender Meeresspiegel?

Einverständnis

Holen Sie vor Beginn die ausdrückliche Zustimmung der Person ein.
Nutzen Sie dafür das DSGVO-Formular und lassen Sie es unterschreiben.

Wichtiger Hinweis

Erklären Sie, dass das Interview keinen Einfluss auf das Asylverfahren oder den Aufenthaltsstatus hat.

Sensible Gesprächsführung

Sprechen Sie respektvoll über schwierige Themen und fragen Sie nicht zu detailliert nach, wenn die Person sich unwohl fühlt.
Weisen Sie immer wieder darauf hin, dass sie jederzeit eine Pause machen oder das Gespräch beenden kann.

Dauer

Planen Sie etwa 20 bis 30 Minuten für das Interview ein.